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Pioneer SG-9800 Equalizer: Lohnt sich der 12-Band-Grafik-EQ aus Japan?

Der Pioneer SG-9800 ist ein Stereo-Grafik-Equalizer von 1979–1981 mit zwölf regelbaren Frequenzbändern pro Kanal und ±10 dB Regelbereich. Bei Audio Everywhere wurden die Funktionen geprüft, der Zustand zeigt wenige Gebrauchsspuren. Ein solides Klangwerkzeug für Hörer, die ihren Frequenzgang gezielt anpassen wollen.

Stefan Visbach Aktualisiert 2 Min Lesezeit
Pioneer SG-9800 Equalizer: Lohnt sich der 12-Band-Grafik-EQ aus Japan?

Der Pioneer SG-9800 ist ein Stereo-Grafik-Equalizer von 1979–1981 mit zwölf regelbaren Frequenzbändern pro Kanal und ±10 dB Regelbereich. Bei Audio Everywhere wurden die Funktionen geprüft, der Zustand zeigt wenige Gebrauchsspuren. Ein solides Klangwerkzeug für Hörer, die ihren Frequenzgang gezielt anpassen wollen.

Welche Eckdaten hat der Pioneer SG-9800?

Hersteller Pioneer
Modell SG-9800
Typ Grafik-Equalizer
Baujahr/Ära 1979–1981
Hergestellt in Japan
Farbe Silber
Regelbare Frequenzbänder 12 (16, 32, 64, 125, 250, 500, 1K, 2K, 4K, 8K, 16K, 32K)
Regelbereich −/+10 dB
Frequenzgang 5 – 100 kHz
Signal-Rauschabstand 92 dB
Klirrfaktor (THD) 0,006 %
Leistungsaufnahme 25 W
Eingänge 2× Cinch Equalizer Input; Tape Play
Ausgänge 2× Cinch Equalizer Output; Tape Record
Fernbedienung nein
Abmessungen (B×H×T) 420 × 150 × 355 mm
Gewicht 7,1 kg
Neupreis ca. 395 US-$ / 998 DM
Geprüfter Zustand wenige Gebrauchsspuren, Funktionen geprüft

Quelle: hifi-wiki.de / geprüft Audio Everywhere

Unser Check & Höreindruck

Bei uns im Laden angeschlossen, durchgetestet und Probe gehört

Geprüft

  • Funktionen geprüft

Du findest den Pioneer SG-9800 Equalizer im Shop mit Bedienungsanleitung im Lieferumfang. Beachte: Wir sind bei Audio Everywhere ein HiFi-Fachgeschäft mit Prüfung und Probehören, keine Reparaturwerkstatt.

Bei diesem Exemplar haben wir die Funktionen geprüft – sie arbeiten einwandfrei.
Stefan Visbach · Audio Everywhere, Goslar-Hahnenklee

Wie ordnet sich der SG-9800 ein?

Pioneer baute den SG-9800 in der Übergangsphase von den späten Siebzigern in die frühen Achtziger, einer Zeit, in der grafische Equalizer ein fester Bestandteil ambitionierter HiFi-Ketten waren. Mit zwölf Frequenzbändern pro Kanal von 16 Hz bis 32 kHz und einem Regelbereich von ±10 dB bot er deutlich feinere Eingriffsmöglichkeiten als die einfacheren Klangregelungen vieler Vollverstärker jener Jahre. Der angegebene Frequenzgang reicht von 5 Hz bis 100 kHz, der Signal-Rauschabstand liegt bei 92 dB und der Klirrfaktor bei niedrigen 0,006 Prozent – Werte, die zeigen, dass das Gerät als klangneutrales Werkzeug konzipiert wurde, nicht als Effektkiste. Die Einbindung erfolgt klassisch über den Tape-Monitor-Weg oder als separate Schleife mit zwei Cinch-Ein- und -Ausgängen. Mit 420 × 150 × 355 mm und 7,1 kg passt der Silber-Komponentenbau optisch wie maßlich gut zu den großen Pioneer-Receivern und -Verstärkern dieser Ära. Der seinerzeitige Neupreis lag bei rund 998 DM. Weitere Modelle findest du unter Gebrauchte Pioneer-Geräte.

Typische Schwachstellen

Bei grafischen Equalizern dieser Bauart und dieses Alters sind es vor allem die zahlreichen Schiebepotentiometer, die im Lauf der Jahrzehnte oxidieren und beim Verstellen kratzen oder rauschen können – schlicht, weil hier viele mechanische Kontakte verbaut sind. Auch die Cinch-Buchsen und Umschalter altern und können Kontaktprobleme zeigen. Elektrolytkondensatoren im Netzteil und in den Signalwegen trocknen über die Jahre aus. Das sind allgemeine, alterstypische Hinweise zur Gerätegattung und keine Aussage über genau dieses Exemplar – bei unserem Gerät wurden die Funktionen geprüft und arbeiten einwandfrei. Wer einen solchen EQ gebraucht erwirbt, sollte die Schieberegler über ihren gesamten Weg durchhören.

Für wen lohnt sich das Gerät?

Der SG-9800 lohnt sich für Hörer, die ihre Anlage gezielt an Raum, Lautsprecher oder Aufnahme anpassen wollen und dafür mehr Kontrolle möchten als Bass- und Höhenregler bieten. Zwölf Bänder pro Kanal sind eine ernsthafte Eingriffstiefe. Wer puristisch ohne Klangeingriff hört, braucht ihn nicht. Optisch und systemisch ist er die ideale Ergänzung zu einer silbernen Pioneer-Kette. Stöbere auch durch weitere Gebrauchte HiFi-Geräte.

Quellen

Häufige Fragen zu diesem Thema

Wie viele Frequenzbänder hat der Pioneer SG-9800?

Der Pioneer SG-9800 verfügt über zwölf regelbare Frequenzbänder pro Kanal: 16, 32, 64, 125, 250, 500 Hz sowie 1K, 2K, 4K, 8K, 16K und 32K. Der Regelbereich beträgt jeweils ±10 dB.

Wie wird der SG-9800 angeschlossen?

Der Equalizer wird über zwei Cinch-Eingänge (Equalizer Input, Tape Play) und zwei Cinch-Ausgänge (Equalizer Output, Tape Record) eingebunden – klassisch über den Tape-Monitor-Weg oder als separate Schleife im Verstärker.

In welchem Zustand ist dieses Exemplar?

Dieses Exemplar zeigt wenige Gebrauchsspuren. Bei Audio Everywhere wurden die Funktionen geprüft und arbeiten einwandfrei. Die Bedienungsanleitung gehört zum Lieferumfang.

Worauf sollte man beim Gebrauchtkauf eines Grafik-Equalizers achten?

Bei dieser Bauart altern vor allem die vielen Schiebepotentiometer und können oxidieren oder kratzen. Es lohnt sich, alle Regler über den gesamten Weg durchzuhören und die Cinch-Verbindungen zu prüfen.

Was kostete der Pioneer SG-9800 neu?

Der seinerzeitige Neupreis lag laut hifi-wiki.de bei rund 395 US-Dollar beziehungsweise 998 DM. Gebaut wurde das Gerät zwischen 1979 und 1981 in Japan.

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